it tolls for thee

Was bleibt einem, wenn selbst lautes Grace rauf & runter hören die Laune kein bisschen verbessert?

Amok laufen?

Ich geh mal eben die Weihnachtsgeschenke verpacken & setze dann auch artig ein Zitat ein als famous last words.

No man is an island entire of itself
Every man is a piece of the continent
A part of the main

wahnsinn step 2

Es lohnt sich ja schon gar nicht mehr sich über den vorhersehbaren Streit über Kreationismus vs Evolution aufzuregen. Mir fällt kein neuer Begriff für so viel Sturheit ein & mittlerweile sprechen die Damen ja wirklich für sich. Lernfähigkeit eines Backsteins.

Weihnachtsgeschenke für Freund & Schwiegereltern in spe (wuahahaha!) wurden bestellt. Wehe es gefällt nicht.

Pläne für heute Nachmittag stehen auch, eine gute Freundin aus Hannover kommt, wehe ihr wenn sie unser Termin vergisst.

Ich liebe Shirley Manson & die Katzen, die nicht mir gehören.

Mood of the Day: leicht hysterisch & nahe am Abgrund.

is it over yet?

Nein, isses nicht, aber bald.

Fast zu schön um wahr zu sein.

Altkluge Leute könnten jetzt sagen ich sollte etwas mehr unternehmen. Ja, witzig, was denn? Unternehmungen mit meinem gigantösen Freundeskreis? Die idealerweise auch noch billig sind (also die Unternehmungen, nicht die Freunde) ?

Sehen wir der traurigen Wahrheit ins Gesicht, das aller hier ist nicht Friends (so viele hab ich nicht & ich kann nicht NUR Kaffee trinken), es ist nicht Brothers & Sisters (ich bin längst ausgezogen & sehe meine Stiefschwester & meinen Bruder nur jedes zweite Jahr) & es ist ganz sicherlich nicht Sex and (in?) the City (welcher Idiot gibt 300 Euro für Schuhe aus?).

Ich kann meine Abende nur mit Spielen, Lesen, Klavierspielen oder Filme gucken verbringen & manche dieser Abende machen mich ein wenig verrückt. Und das wird sich auch im nächsten Jahr nicht ändern.

Trotzdem kann ich sagen dass ich mich irgendwie auf Weihnachten freue, ich bin gespannt was ich bekomme, und das Jahr ist dann auch rum. Selbst das ganze krampfhafte Weihnachtsgetue in der Stadt & Werbung geht mir diesmal nur bedingt auf den Zeiger.

Viel gelernt ich & große Fortschritte gemacht ich habe.

binwiederda

Bin ich schon viel länger, aber ich wollte wissen ob “binwiederda” ähnlich gesucht wird wie “ichbindannmalweg”. Wieso suchen Leute sowas? Danach beschweren sie sich womöglich noch darüber dass sie völlig falsch hier landen.

Naja, jedenfalls habe ich mich den letzten Monat fast täglich auf ein riesig interessantes Theaterstück vorbereitet, bin seit drei Tagen erholt & in 0,5 Tagen gleich wieder hochgradig frustriert. Dabei waren die drei Aufführungen letzte Woche in Darmstadt in mancher Hinsicht wirklich aufbauend.

Ich halte mich zwar trotzig an etwas Optimismus fest, meistens kann ich jedoch überhaupt nicht erklären warum dem so ist. Außerdem ist heute erst Dienstag, das depremiert natürlich auch.

Nun ja, das war jetzt eh nur so ein Alibi-Eintrag. Hier wird in absehbarer Zeit wohl nichts Sinnvolles – also noch sinnvoller als sonst – passieren. Bitte gehen Sie weiter.

dear santa

Da ich sehr brav war, und letztes Jahr auch, und im letzten Jahr gar keine Liste geschickt habe, dachte ich dass du mir dieses Jahr zu Weihnachten ja ein größeres Budget eingeräumt haben solltest.

Also, ich hätte gerne:

1. Einen mindestens kniehohen (eher hüfthohen) Zylonen, klein aber mit vollem Funktionsumfang
2. Einen Nokia N97
3. Ein Wacom Intuos 4 XL A3 wide DTP Version Grafiktablett
4. 12 Freitote für 2010 (europaweit, und vielleicht noch 5 zusätzlich weltweit)
5. Telekinetische Kräfte (wie oft muss ich dich daran eigentlich noch erinnern??)
6. Eine wochentliche Rente von 5000 Euro
7. Einen Moleskine Weekly Planner 2010 12 Month Pocket Black
8. Ein Moleskine Plain Notebook Large
9. Nie wieder kalte Füße
10. Einen Nichtlustig Postkartenkalender 2010
11. Eine Katze
12. Und wenn du dich dann besser fühlst, nehm ich halt noch eine Konzertkarte für Arctic Monkeys am 9. Februar 2010 in Stadthalle Offenbach

Also, das ist ja gar nicht so viel & du hast ja noch genug Zeit, wir sehen uns dann in drei Wochen, lass mich nicht hängen Alter.

türen

Ich habe ein kleines Kind in meinem Kopf. Ein neugieriges kleines nervtötendes Ding. Naiv. Vielleicht sogar noch unschuldig. Sofern man das in meinem Kopf sein kann. Springt in meinem Kopf rum, fasst alles mal an, hebt alles hoch & sieht nach was drunter ist. Lässt vieles fallen. Untersucht manches mal mehr, mal weniger genau. Stellt unangenehme Fragen. Eben ein Kind. Da bringt es nichts zu sagen, “Rühr das nicht an!” Ebenso wenig bringt es das gewünschte Ergebnis zu sagen, “Öffne nicht diese Tür.” Warum nicht? “Weil ich nicht will, dass du da rein schaust.” Warum nicht? Was ist da drin? Wenn ich wollte dass das Gör das weiss, würde ich es ja reinschauen lassen…Scheißkinder….

Und pädagogisch völlig blödsinnig. Natürlich ist die Neugierde jetzt geweckt. Und kaum passe ich mal nicht auf, flitzt es davon, manchmal kann es sich sehr leise & sehr schnell bewegen. Wie eine Katze huscht es lautlos & geduckt den Gang entlang. Springt behände über den Stolperdraht & ein leises Knarzen erklingt. Ich drehe mich um, und sehe wie die Tür hinter dem Kind zufällt.
Wie konnte das passieren? Die Tür war zu, selbst ich komme da nicht mehr einfach so rein. Seltsam. Vielleicht liegt es daran, dass der Zwerg schon seit Jahren in meinem Kopf lebt. Mich heimlich beobachtet hat als ich früher ab & zu noch dort drin war. Sich gemerkt hat wie man diese Tür aufbekommt. Ja, das muss es sein. Hätte ich nur… Zu spät, das Kind ist nicht in den Brunnen gefallen, aber es ist da drin. Kurz bin ich versucht, die Tür hinter ihm zu verbarrikadieren. Aber nein, somit versperre ich mir auch selber den Weg, und soweit wollte ich nie gehen.

Tage vergehen ohne dass das Kind sich bemerkbar macht. Vielleicht ist ihm da drin was passiert, es ist ein gefährlicher Raum, die Dinge dort drin sind ruhelos, aggressiv. Zu lang hat man sie ignoriert, zu lange eingesperrt. Zu wissen, dass dort draußen das Leben passiert & nicht hinaus zu können…das verändert. Vielleicht wurde es da drinnen verschlungen, erschlagen, gefressen, getöten von der Gier nach ein bisschen Leben, nach Kontakt mit der Außenwelt, nach Veränderung. Ich kann nicht nachsehen. Ich traue mich da nicht mehr hinein.
Manche Türen müssen einfach verschlossen bleiben.

vorweihnachtsjahresende-wahnsinn in wortkarg

Weihnachtsgeschenkeplanung aus Planungsstadium in Umsetzungsphase bewegen. Nicht einfach. Geschenkideen gut oder schlecht? Zeigt sich immer erst, wenn es schon zu spät ist.

Freuen auf den Winter. Einfach.

Sorge um allgemeine Zufriedenheit. Setze ich die Prioritäten in meinem Leben richtig? Befinde ich mich auf dem richtigen Weg? Fest steht, dass ich mich zumindest auf einem Weg befinde. Stellt mein Leben mich zufrieden? Ich bin nicht unzufrieden. Aber Unzufriedenheit ist nur die Abwesenheit von Zufriedenheit & nicht das Gegenteil von Zufriedenheit. Bitte Frage umformulieren.

Panik vor alljährlichem Tilt wegen Weihnachtsmarketing. Familie, Glückseligkeit, Frieden, alles-lieb-haben. Wie üblich gilt: Nimm das Gute daran mit, reg dich über den Rest nicht auf.

Tagesfazit soweit: grau & nicht shiny.

tilt, manchmal

Manchmal steht man in einer Gruppe aus Menschen, die man “kennt”, d.h. man kann den Gesichtern Namen zuordnen, eine Funktion, man würde sie grüßen wenn man sie auf der Straße sieht.

Und manchmal steht man bei ihnen & das Einzige was man fühlt ist, “Ich gehöre hier eigentlich nicht dazu, ich gehöre vielleicht nicht mal hierher.” & dann geht man eben weg.

Manchmal bemüht man sich, macht Bemerkungen die sinn- & stimmungsgemäß passend sind. Lacht über die Witze, nickt ernst zu den Aussagen, erfüllt eine Solidaritätsrolle.

Aber manchmal fragt man sich was man hier tut, was man zu ihnen sagen soll, ob es etwas gibt das man tun kann, was dafür sorgt dass “der Funke überspringt”, das einem das Gefühl gibt willkommen zu sein.

Manchmal fragt man sich was man leisten muss, um zu wissen dass man ein Anrecht hat hier zu sein, jeden Tag, 24 Stunden.

Und manchmal hört man ihnen zu & fragt sich, “Bin ich auch so? Benehme ich mich auch so?” Und das macht einem dann Sorgen. Aber diese Sorgen kann man nicht teilen. Vielleicht könnte man, aber man versucht es mal lieber nicht. Man muss sich ja nicht auch noch blamieren, wenn man schon nicht dazu gehört.

Manchmal will man einfach nach Hause gehen, ins Bett legen, die Decke über den Kopf ziehen & sich fragen welche Farbe die Ewigkeit wohl hat.

Manchmal ist auch alles okay, die Welt, die Mitmenschen, das Leben.

Aber manchmal ergibt nichts einen Sinn.

Manchmal wünschte ich, ich wäre nie hierhergekommen, manchmal wünschte ich, ich hätte noch meinen alten Job, sinnfrei, aber mit dem Bedürfnis etwas besser zu machen.

Manchmal…so wie jetzt.

only thing i’m thinking is

“Why are we all here?”

Richtig, im Prinzip. Andererseits erwisch ich mich in letzter Zeit häufiger dabei, zuhause Selbstgespräche zu führen. Ist das nun ein Zeichen von frühzeitiger Alterssenilität oder zeit- und alterslose geistige Verwirrung? Der Hinweis, mir ein Haustier zuzulegen?

Was immer es ist, manchmal nervts. Andererseits ist Blogging ja auch nur eine andere Form von Selbstgespräch. Sicher, es gibt Leute die haben sicherlich tolle Begründungen für ihr Blogging…ich nicht. Also selbstgespräche ich halt.

Es bewegen sich keine sonderlich schwerwiegenden Themen in meinem Kopf. Nur trivialer Scheiß, nicht mal Probleme, sondern nur wirre, verschrobene & teils amüsante Gedankenfetzen. An sich kenn ich diesen Zustand bei mir ja, aber es gibt Phasen – so wie jetzt – wo ich wünschte ich hätte einen Standby-Knopf.

Nun ja, etwas Zeit ist auf sinnlose Art & Weise erschlagen.

The world’s a very shady place and you can’t trust a soul.

Joy Division, At a Later Date, sei hiermit ans Herz gelegt, tolles Lied.

“those who bring sunshine to the lives of others cannot keep it from themselves.” (james m. barrie)

I finally managed to write a promised (long!) email to a dear friend in Jakarta – and closed the chapter of another. It was tough, painful at first but what i really needed was to talk it off – i was lucky to have not only my boyfriend but also bestfriend by my side to receive whatever my stream of emotions revealed. It did me good indeed. I felt better afterwards – i do feel good now, knowing i have made the right choice, knowing i have overcome it, knowing i am able to make a decision, knowing i can handle life’s toughness.

So, how was your day?

Andreas & me at Legoland Germany